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Nationalpark-Steckbrief

Alles auf einen Blick

Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer

Der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer ist zwar der kleinste der drei Wattenmeer-Parks an der Westküste, dafür aber der ‚wildeste‘.

 

 

 

  • Lage: Der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer umfasst das Wattenmeer westlich der Elbmündung. Er liegt eingebettet in den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, die offene See und das Elbe-Fahrwasser. Im Süden grenzt er an die niedersächsische Küste bei Cuxhaven. Zum Nationalpark gehören auch die Inseln Neuwerk, Scharhörn und Nigehörn.
Neuwerk (vorn) mit Scharhörn und Nigehörn (hinten) © Martin Elsen
  • Fläche:  1990: 117,5 km², nach der Erweiterung 2001: 137,5 km².                      

 

  • Flächenverteilung (Kartierung 2016):
      Flächenanteil
    Watt 70,0 %
    offenes Meer 26,6 %
    Inseln 3,4 %
  • Entstehung: Nach der Eiszeit stieg der Meeresspiegel durch Abschmelzen des Gletschereises stark an und formte in den zurückliegenden rund 8.000 Jahren die Küstenlandschaft. Seitdem verdriften Strömungen in der Nordsee große Sandmassen in das Gebiet des hamburgischen Wattenmeers und prägen mit Sedimentation und Erosion bis heute die Ausgestaltung von Prielen, Wattbereichen, Platen und Inseln.

 

  • Lebensräume: Watt, Priele, Meeresgebiete, Sandbänke, Inseln, Salzwiesen, Dünen, Grünland und Deich.

 

  • Schutzzonen: es gibt 2 unterschiedliche. Mit über 90% ist die Zone I im Hamburger Wattenmeer besonders groß. Hier sollen alle natürlichen Prozesse ungestört vom Menschen ablaufen. Daher ist hier das Betreten nur mit Ausnahmegenehmigung oder Führung erlaubt. In dieser Zone I liegen auch die beiden kleinen Inseln Nigehörn und Scharhörn und das Neuwerker Ostvorland. Die Zone II ermöglicht naturverträgliche Nutzungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Zu ihr gehören die Insel Neuwerk mit ihrem Binnengroden (eingedeichtes Land) und Nordvorland sowie ein Bereich vor der niedersächsischen Küste. Tourismus, Landwirtschaft und Transport von und nach Neuwerk finden in dieser Zone statt.

 

  • Einwohner im Nationalpark: rund 30 Personen ganzjährig auf Neuwerk

 

  • Pflanzen: Von den ca. 1.000 Pflanzenarten des Wattenmeers wurden allein hier 475 Farn- und Blütenpflanzen-Arten nachgewiesen – 431 davon kommen aktuell vor

 

  • Vögel: 340 Arten wurden bisher beobachtet, 81 Arten brüten hier

 

  • Fische: Bisher wurden 34 Arten nachgewiesen. Das Wattenmeer ist die Kinderstube für die Schollen, Heringe und Seezungen der Nordsee.

 

  • Meeressäuger: Seehunde, Kegelrobben, Schweinswale

 

  • Nationalpark-Region: Einzige Stadt in der Nähe ist Cuxhaven mit 48.000 Einwohnern. Hamburg, zu dem der Nationalpark gehört, liegt rund 110 km Luftlinie entfernt.

 

  • Nationalpark-Partner: So werden Betriebe und Verbände bezeichnet, die die Natur der Nationalparks schützen und sie den Gästen erlebbar machen. Sie verpflichten sich, nach strengen Umweltregeln zu arbeiten und damit ihren Beitrag zum Erhalt des Wattenmeeres zu leisten. Das Partnerprogramm für das hamburgische Wattenmeer wird aktuell in Zusammenarbeit mit dem Partnerprogramm des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer aufgebaut. Künftige Nationalpark-Partner bekommen Plaketten oder Schilder mit gleichnamigem Aufdruck.

 

  • Gäste: rund 120.000 pro Jahr, davon sind die allermeisten Tagestouristen
Gäste auf dem Weg von Neuwerk aufs Festland © Peter Körber
  • Service: Der Ranger und der Verein Jordsand informieren Gäste und Einheimische und kümmern sich um die Schutzbestimmungen im Nationalpark. Das Infozentrum (‚Nationalpark-Haus‘) liegt auf der Insel Neuwerk. Die Öffnungszeiten richten sich nach den Fahrplänen von Fähren und Wattwagen, der Eintritt ist  frei. An vielen Stellen auf Neuwerk stehen Informationstafeln und Erlebnispfad-Stationen. In der Saison von März/April bis Ende Oktober findet ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm statt. Ein Höhepunkt sind die  alljährlichen  Gänsewochen im Frühjahr, wenn bis zu 20.000 Ringel- und Weißwangengänse auf Neuwerk Station machen.

 

  • Zuständigkeiten: Der Nationalpark gehört zur Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft in Hamburg-Wilhelmsburg. Die Nationalpark-Verwaltung  ist für den Schutz der Natur, die Umweltbeobachtung und Forschung sowie Umweltbildung und Förderung des Naturerlebnisses im Nationalpark zuständig.

Chilehaus C
Pumpen 6
D-20095 Hamburg

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